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Dez 1, 2017

„Gott selbst gebot zu schwingen das Schwert!“


Bellinis „I Puritani“ ist meine „Oper des Monats“.

Kategorie: Neuigkeiten

„I puritani“ ist eine dreiaktige „Opera seria“ und der letzte große Bühnenerfolg des jung verstorbenen italienischen Komponisten Vincenzo Bellini (1801–1835). Neben „Norma“ ist das am 24. Januar 1835 in Paris uraufgeführte Werk die bis heute am häufigsten gespielte Oper Bellinis.

Während die Musik, vor allem wegen der gelungenen musikalischen Umsetzung von Emotionen, als Meisterwerk gilt, geriet das Libretto Carlo Pepolis als dramaturgisch wenig überzeugend in die Kritik.  

Die Handlung führt zurück in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts, nach Plymouth, als in England Bürgerkrieg herrschte. Die Anhänger des absolutistisch orientierten Königs Charles I., der der Herrscher-Dynastie der Stuarts zugehörte, standen zahlreichen Gegnern, darunter den Puritanern, gegenüber.

Die Puritaner traten im 17. Jahrhundert in England und Schottland für eine Reformation der Kirche nach evangelisch-reformierten Prinzipien ein. Ihnen gelang es im Zuge dieser Auseinandersetzungen, die Streitkräfte König Charles I. zu schlagen und den Herrscher zu entmachten, der wenig später starb. Unter Oliver Cromwell (1599–1658) entstand danach eine puritanisch geprägte Republik.

Diese historische Ereignisse bilden in Bellinis Oper den Rahmen für eine „unmögliche“ Liebesgeschichte zwischen der Puritanerin Elvira und dem königstreuen Lord Arthur, die nach einigen dramatischen Wendungen und großen seelischen Wirrnissen doch noch ein glückliches Ende findet.

Lesen Sie hier eine Werkeinführung auf der Grundlage der Textdichtung.