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Sep 1, 2019

Auf des Lebens Wogentanz


Carl Maria Webers „Oberon“ ist meine Oper des Monats.

Kategorie: Neuigkeiten


„Oberon“ ist die letzte Oper des deutschen Komponisten Carl Maria von Weber (1786–1826). Der vor allem durch sein Werk „Der Freischütz“ bekannte Komponist nahm 1824 die Einladung an, eine Oper für das Royal Opera House Covent Garden in London zu komponieren, weil er, schwer an Tuberkulose erkrankt, seine Familie finanziell absichern wollte. 

Als Stoff wählte er ein romantisches Heldenepos von Christoph Martin Wieland (1733–1813), der neben Goethe und Schiller zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern der Aufklärung zählt. Aus dessen Verserzählung „Oberon“ (1780) formte der britische Dramatiker James Planché (1796–1880) für Weber das Opernlibretto – eine Textdichtung, mit der der Komponist allerdings nicht wirklich zufrieden war. Er beklagte die große Zahl stummer oder sprechender Personen und das Fehlen von Musik in entscheidenden Momenten der Handlung und befürchtete, dass die Oper in dieser Form außerhalb von London „für alle anderen europäischen Theater ungeeignet“ sein würde.

Carl Maria Weber, der noch im Jahr der Uraufführung seines Werkes (1826) starb, sollte Recht behalten: Trotz des Publikumserfolges wird „Oberon“ bis heute fast ausschließlich nur in bearbeiteten Fassungen auf die Bühne gebracht.

Einzelne Handlungselemente der Oper – etwa der den weiteren Entwicklungen zugrunde liegende Streit zwischen dem Elfenkönig Oberon und seiner Frau Titania – stammen aus der Komödie „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare (1564–1616). Dessen Werk formte der britische Komponist Benjamin Britten zu einer Oper mit gleichnamigem Titel: „A Midsummer Night’s Dream“.

Lesen Sie hier eine Werkeinführung auf der Grundlage der Textdichtung.