13. August 2020

Der Meisterfälscher im Gespräch

Wolfgang Beltracchi wurde als „Meisterfälscher“ weltbekannt. Zum Zeitpunkt unseres Gesprächs arbeitete er in seinem Atelier in Luzern an einer Ausstellung zum Thema „Engel und Inquisition“ – der aktuelle Anlass für ein sehr persönliches Interview mit dem Künstler, in dem es auch um Tod und Unvergänglichkeit geht, um gruselige Kunsthistoriker und das Leben im Knast.

Inhaltsübersicht:
00:43 Welchen Bezug haben Sie zu Engeln?
03:08 Wie hat sich Ihr Verhältnis zur Kirche bis heute entwickelt?
05:43 Welche Bedeutung hat das Thema Inquisition für Sie?
06:33 Wie war das wirklich mit Ihren Kunstfälschungen?
11:18 Wie und wann hat Ihre erste solche Zeitreise stattgefunden?
12:54 Das Sich-Hineinversetzen in solche Welten – gibt es für Sie einen Unterschied zum Erleben des Hier und Jetzt in der Qualität, in der Intensität?
14:32 Hat diese Fähigkeit, die Gedanken und Befindlichkeiten anderer Menschen zu erspüren, auch andere Aspekte für das tägliche Leben?
15:56 Inwieweit hat Ihre Hypnose-Begabung mit dem Gefängnisaufenthalt zu tun?
19:06 Es wird Ihnen nachgesagt, dass Sie erahnen können, wann jemand sterben wird. Haben Sie wirklich solche Erfahrungen gemacht?
23:03 Wie kamen Sie ursprünglich auf die Idee, Bilder zu fälschen?
24:56 Was überwiegt im Rückblick: eher das Schmunzeln oder das Bedauern?
26:02 Einerseits die Verurteilung als Kunstfälscher, andererseits läuft auf 3sat während Ihrer Zeit im Gefängnis die Doku-Reihe „Der Meisterfälscher“. Wie haben Sie diesen Zwiespalt erlebt – als Scheinheiligkeit der Gesellschaft?
28:05 Hat sich das Verhältnis der Kunstszene zu Ihnen in letzter Zeit entspannt?
30:01 Hat Sie die Zeit im Gefängnis menschlich, künstlerisch, spirituell verändert?
31:58 Was hat Sie in die Schweiz verschlagen?
33:00 Gibt es, abgesehen von der Ausstellung zum Thema „Engel und Inquisition“, andere künstlerische Projekte, die Sie momentan beschäftigen?
35:12 Wie ist Ihr Verhältnis zum Tod, zur Vergänglichkeit?