28. September 2020
Harald Frase

Ein Blinder beim Billard-Spielen

Dreharbeiten für eine neue Dokumentation zum Themenkreis Bewusstsein und Wahrnehmung: Harald Frase – er gilt seit 2008 als „gesetzlich blind“ – beeindruckte uns in Karlsruhe (Deutschland) mit den Fähigkeiten, die er sich im Lauf der Jahre erworben hat, um mit seiner Behinderung zurecht zu kommen. Dazu zählt das „Sehen ohne Augen“. Dieses ermöglicht ihm nicht nur, Billard zu spielen, sondern er bestand auch einen „Spontan-Test“, den wir mit der Kamera festgehalten haben: Wir kauften eine aktuelle Tageszeitung – und er war tatsächlich in der Lage, die Beiträge zu lesen und die Bilder zu beschreiben.

In Deutschland gilt nach den gesetzlichen Bestimmungen und Versorgungsrichtlinien eine Person als blind, wenn ihre Sehschärfe auf dem besseren Auge auch mit optimaler Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur höchstens 1/50 = 0,02 beträgt (etwas irreführend als „2 % oder weniger“ bezeichnet), oder wenn andere dauerhafte Störungen des Sehvermögens vorliegen, die dieser Beeinträchtigung gleichzusetzen sind (Wikipedia).

Die Dreharbeiten für die Dokumentation werden im Herbst fortgesetzt, die Veröffentlichung ist für 2021 vorgesehen.