3. Juli 2020

Wie frei sind wir wirklich?

Hat der Mensch einen freien Willen, mit dem er sein Leben beliebig gestalten kann? Die Wissenschaft stellt eine solche Fähigkeit zum freien Entschluss in Frage. Gehirnforscher wollen bereits bewiesen haben, dass es sich dabei nur um eine Illusion handelt, und Psychologen verweisen auf die vielen durch Gene und Gesellschaft „vorprogrammierten“ Verhaltensweisen, die keinen freien Willen erkennen lassen. Ist unser subjektiver Eindruck, frei entscheiden zu können, also nur ein Trugschluss? Wie frei sind wir wirklich?

Das Dilemma ist bekannt: Da hat man die allerbesten Vorsätze gefasst, will sich endlich gesünder ernähren, mit dem Rauchen aufhören und den sinnlosen Streit mit dem Nachbarn beenden – aber die „liebe Gewohnheit“ überrollt einen doch wieder. Und bald trösten der Genuss des Schweinebratens, das prickelnd-aktivierende Gefühl der lang entbehrten Zigarette und die Befriedigung, im „Match“ gegen den unangenehmen Kauz von nebenan wieder einmal einen Punktesieg errungen zu haben, über die eigene Schwäche hinweg. „Wenn ich wollte“, so beruhigt man sich selbst, „dann könnte ich mich ja ändern!“

Diesem geheimnisvollen Wollen, das so selbstverständlich zum menschlichen Bewusstsein gehört, steht die Wissenschaft skeptisch gegenüber. Die Psychologie beschreibt den Menschen oft als ein von Trieben, Lust- und Machtstreben, frühkindlichen Erlebnissen und gesellschaftlichen Bedingungen vorgeprägtes, abhängiges Geschöpf, das durchaus berechenbar seinen Lebensweg durchwandert. Der Gedanke, innerlich frei zu sein, ist demnach nur eine schöne Illusion, die unser Selbstwertgefühl hebt und das Ich-Bewusstsein fördert; mit der Wirklichkeit hat er aber nichts zu tun.

Nun ja, mag man zugeben, bei schwierigen Entscheidungen, die das eigene Leben verändern sollen, versagt der „gute Wille“ bisweilen jämmerlich. Aber ist das Grund genug, unsere Freiheit zum Entschluss insgesamt in Frage zu stellen? Schon die einfachste körperliche Aktivität, zum Beispiel das Heben einer Hand, gehorcht ja letztlich einem Willensakt. Ich entschließe mich zu der Bewegung – und der Körper folgt meinem Entschluss. Beweist diese alltägliche Selbstverständlichkeit nicht unbestreitbar die Existenz eines freien Willens?

Die moderne Gehirnforschung, in der es ja in vielen Bereichen gelingt, die Tätigkeit der grauen Zellen unter unserer Schädeldecke durch bildgebende Verfahren sichtbar zu machen, lässt solche „Erfahrungsbeweise“ nicht gelten. Denn seit einiger Zeit kennt man das folgende Experiment, das in der Fachwelt für großes Nachdenken sorgte:

Der Schädel einer Versuchsperson wird mit einem Gerät verkabelt, das es erlaubt, die Gehirnströme zu beobachten, wie sie beim Ausführen einer Bewegung, zum Beispiel dem Beugen des Handgelenks, auftreten. Und man sieht: Ein ganz bestimmtes Areal der Großhirnrinde ist dabei aktiv.

Allerdings geht dem Beugen des Handgelenkes auch ein sogenanntes „Bereitschaftspotential“ voraus, das in den Gehirnströmen schon vor der eigentlichen Bewegung beobachtbar ist.

Die Versuchsperson muss in diesem Experiment nun den Zeitpunkt angeben, zu welchem sie sich dazu entschließt, die Hand zu heben. Und natürlich geht der von ihr subjektiv erlebte Entschlusszeitpunkt der Bewegung des Handgelenkes voran. Jedoch: Die Gehirnströme zeigen, dass zum Zeitpunkt des Entschlusses das Bereitschaftspotential im Gehirn bereits aufgebaut war. Wenn wir also meinen, uns willentlich zu entscheiden: „Jetzt beuge ich das Handgelenk“, dann ist diese Aktivität im Gehirn bereits vorher eingeleitet worden.

Durch solche Experimente fühlen sich einige Gehirnforscher in ihrer Vermutung bestätigt, dass unser Eindruck, wir könnten uns frei zu etwas entschließen, tatsächlich nur eine vom Gehirn erzeugte Vorstellung ist. Die „biologische Maschine“ namens Mensch ist demnach einfach dem Gesetz von Aktion und Reaktion unterworfen – aber sie hat keinen wirklich freien Willen. Kurz: Wir wollen das, was wir tun – aber wir tun nicht das, was wir wollen.

Diese Sicht der Dinge fügt sich recht gut in das naturalistische Weltbild unserer Zeit, in welchem etwas so Unfassbares wie ein freier Wille sowieso schwer vorstellbar ist. Denn frei hieße ja unabhängig von der materiellen Welt. Und dieses freie, unabhängige Etwas soll noch dazu in die materielle Welt hineinwirken, sie lenken und steuern können? Da ist es doch wohl naheliegender, die „rosarote Brille“ abzunehmen und mutig der Tatsache ins Auge zu blicken, dass wir uns alle in Sachen „freier Wille“ nur etwas vorgaukeln, während wir in Wirklichkeit doch nur aufgrund unserer Anlagen und Neigungen reagieren, nicht aber willentlich agieren!

Der Ursprung des freien Willens

Den heute also durchaus gängigen Gedanken, wir Menschen hätten gar keinen freien Willen, wagt man allerdings kaum zu Ende zu denken. Denn er würde ungeheure Konsequenzen auf allen Ebenen unseres Daseins nach sich ziehen. Unterstellt man, dass wir tatsächlich nicht willentlich entscheiden, so könnte man keinen Menschen für seine Handlungen verantwortlich machen – die Tyrannen und Völkermörder würden ja ebenso nur ihren biologischen Anlagen folgen wie Terroristen oder Kinderschänder. Ethisch-moralische Werte, jedes Streben zum Guten ließe sich in Zweifel ziehen, religiös-spirituelle Bemühungen könnte man ohne weiteres über Bord werfen und unserer Sehnsucht nach Sinn müsste man den Sinn absprechen. Unabsehbare Folgen für unser gesellschaftliches Zusammenleben wären also zu befürchten – daher wird das materialistische Weltbild mit seinem „willenlosen Menschen“ zumeist nur als graue Theorie gepflegt, von der man sich wünscht, dass sie keine Auswirkungen für unser wirkliches Leben haben möge.

Doch ungeachtet dessen bleibt die große Frage bestehen: Kann es tatsächlich sein, dass der freie Wille, den wir bis in die Fingerspitzen als untrennbar zum Menschsein gehörig erleben, nur eine Illusion des Gehirns ist?

Wenn wir die Ergebnisse der Gehirnforschung kritisch beleuchten, dann ist eines natürlich klar: Die Mikroskope, Sonden, Kabel und Monitore, wie sie die Wissenschaft heute verwendet, bieten einen guten Einblick in den Körper – aber man kann aufgrund der dadurch gewonnenen Erkenntnisse längst nicht behaupten, der Mensch sei nur die sichtbare Physis. Denn was zeichnet uns Menschen aus? Wirklich nur das faszinierende Zellen-Wunderwerk unter der Schädeldecke? Wohl niemand wollte sich selbst ernsthaft mit dieser grauen Masse identifizieren!

Wenn es um die eigentlichen Werte des Menschseins geht, stehen spontan doch ganz andere Begriffe im Raum: etwa die wunderbare Befähigung, Liebe, Freude, Schönheit, Gerechtigkeit, Anmut zu empfinden und zu entwickeln; das Bedürfnis nach Ausdruck, Kultur, Kunst; die Sehnsucht nach Sinn, geistigem Licht, Spiritualität. Das alles gehört zu unserem menschlichen Bewusstsein, zur Menschlichkeit, aber hat es wirklich nur mit Gehirn und Körper zu tun? Vielleicht widerspiegeln die Gehirnströme alle diese Qualitäten nur – aber erzeugen sie nicht.

Aus idealistischer Sicht könnte das menschliche Innenleben, könnten die Empfindungen, Gedankenbilder, die Hoffnungen und Motivationen als erlebbare Beweise dafür verstanden werden, dass es mehr gibt als das Physisch-Materielle.

Was unser Leben wirklich wertvoll und lebenswert macht, ist die Tatsache, dass wir die Umwelt und auch uns selbst bewusst erleben dürfen, dass wir also – auf eine mit Worten gar nicht zureichend beschreibbare und verstandesmäßig nicht wirklich fassbare Art und Weise – innerlich wach sind. Dieses menschliche Ich-Bewusstsein hat nichts Materielles an sich, es kann weder künstlich hergestellt noch im Experiment dingfest gemacht werden – und es ist auch nur sehr eingeschränkt möglich, die Auswirkungen dieser Innenwelt in all ihrer Lebendigkeit mit Apparaten zu beobachten.

Was immer also an Gehirnströmen gemessen wird, es könnte also gut eine körperliche Spiegelung von etwas Übergeordnetem sein. Das eigentlich Menschliche, das geistige Ich-Bewusstsein, wäre demnach immaterieller Natur. Es altert deshalb nicht mit dem Körper, sondern vollzieht seinen eigenen Reifeprozess. Und es stirbt auch nicht mit ihm, sondern strebt während des Sterbevorganges lediglich von der physischen Hülle ab, der es sich für die Spanne des Erdenlebens angeschlossen hatte.

Diese idealistische Sichtweise legt nahe, dass der freie Wille, den wir als untrennbar zu unserem Menschsein gehörig empfinden, ebenfalls zum Geistigen gehört. Denn wir erleben ja, dass jeder wirkliche Entschluss von uns selbst stammt, nicht aber aus dem Körper (also auch nicht aus dem Gehirn) hervorgeht.

Der freie Wille und das Gehirn

Wenn wir also unserer subjektiven Erfahrung vertrauen, über einen freien Willen zu verfügen, wenn dieser Wille zur geistigen Dimension des Menschseins gehört, und wenn wir dadurch auch voll verantwortlich im Leben stehen – wie ist dann das erwähnte Experiment der Gehirnforscher zu werten? Weshalb kann das Bereitschaftspotential für eine Handlung schon vor dem Entschluss gemessen werden?

Sofern man als Grundlage akzeptiert, dass der Mensch nicht nur sein Körper ist, fällt die Antwort auf diese Frage nicht mehr schwer: Der eigentliche Willensentschluss erfolgt gar nicht im Gehirn, sondern ist Ausdruck des Geistes, des immateriellen menschlichen Wesenskernes. Das Gehirn reagiert nur auf das geistige Wollen, es ist ein Werkzeug des Geistes zu dessen Betätigung in der stofflichen Welt und dient dazu, dessen Wollen umzusetzen.

Es muss hier nicht im Detail untersucht werden, wie sich der geistige Entschluss dem Körper aufprägt. Vermutlich hat es mit dem Sonnengeflecht zu tun – darauf weist der in Redewendungen zum Ausdruck kommende Erfahrungsschatz hin: Man hat bei starken oder spontanen Empfindungen „ein Bauchgefühl“ oder jemandem liegt eine Sache „am Herzen“. Die ausgeprägte Nervenregion in der Bauchgegend könnte als „Einfallstor“ für alle geistigen Tätigkeiten betrachtet werden: Willensakte, Empfindungsäußerungen, Gewissensregungen. Diese Impulse aus dem geistigen Wesenskern werden erst danach unter Mitwirkung des Gehirnes zu jenen Gedanken geformt, die dem Menschen tagbewusst vertraut sind.

Wenn die Gehirnforschung also feststellt, dass in bestimmten Fällen nachweisbar zuerst die Gehirnregionen tätig werden, die einer körperlichen Bewegung den Impuls geben und erst danach jene, die den Entschlussgedanken widerspiegeln, dann zeigt dies im Grunde nur, dass die Bewegungen und Aktionen des Körpers Vorrang gegenüber dem „Nach-Denken“ haben.

Diese Gegebenheit ist uns aus dem Alltag durchaus vertraut: Eine Mutter, die plötzlich wahrnimmt, dass ihr Kind unachtsam auf der Straße tollt und zugleich mit großer Geschwindigkeit ein Auto daherrast, wird ihr Kleines blitzschnell und ohne Überlegung aus der Gefahrenzone retten und in Sicherheit bringen. Erst im Nachhinein mag ihr klar werden, was sie hier „ganz automatisch“ getan hat. Sie beginnt dann vielleicht damit, ihr Kind zurechtzuweisen, sich selbst Vorwürfe zu machen usw. Wichtiger als diese Denkarbeit aber war die Aktion, die Handlung.

Könnte man die Gehirnströme dieser Frau beobachten, so käme wohl abermals zutage, dass vorher die Impulse zur Bewegung da sind, und erst danach das gedankliche Bewusstsein über die Aktion folgt.

Betrachtet man jedoch den gesamten Menschen, also nicht nur seinen Körper und sein Gehirn, dann zeigt sich ein umfassenderes Bild: Der geistige Entschluss zur Handlung geht immer voran, und das Wesen eines solchen Entschlusses ist viel umfassender und grundlegender als nur den Impuls zur Bewegung eines Körperteils zu geben. Doch dieser eigentliche Willensakt ist immateriell – und damit nicht direkt, sondern erst in seinen späteren gedanklichen Auswirkungen messbar. Die körperliche Aktion beziehungsweise danach die bewussten Gedanken folgen also dem Entschluss – genau so, wie wir es ja auch subjektiv erleben.

Die Ergebnisse der Gehirnforschung sorgen im Grunde nur deshalb Verunsicherung, weil sehr viele Menschen aufgrund ihrer materialistischen Weltauffassung dazu neigen, Bewusstsein mit Gedanken- und Gehirntätigkeit gleichzusetzen – als ob es eine erwiesene Tatsache wäre, dass das Gehirn Bewusstsein erzeugt. Aus idealistischer Sicht aber ist Bewusstseinsfähigkeit ein Wesenszug des immateriellen Geistes. Daher kann der Mensch zum Beispiel auch während des Schlafes, im Traum, erleben. Das aus dem Alltag vertraute Wach- oder Tagbewusstsein, welches untrennbar dem Denkvermögen verbunden ist, entsteht erst, sobald der Geist sich dem Gehirn verbindet.

Freier und gebundener Wille

Der freier Wille hat also seinen Sitz im Geist. Er ist Ausdruck der menschlichen Geistigkeit. Doch im täglichen Leben ist dieser Wille eingesponnen in das Wirken des Verstandes, der seinerseits nicht nur Impulse aus dem Geistigen, sondern auch aus dem Körperlichen verarbeitet – Sinneseindrücke, Gefühle, lebenserhaltende Triebe. Daher spiegeln sich in unseren Gedanken und im Tagbewusstsein nicht nur die aus dem Geiste geborenen Willensakte, sondern vor allem auch die Ergebnisse des Verstandeswirkens: „Jetzt möchte ich etwas essen“, werden zum Beispiel die körperlichen Hungerimpulse in Klartext übersetzt. Oder: „Diese Frau finde ich aufregend!“ Oder: „Weil fünf mal vier zwanzig ist, ist auch vier mal fünf zwanzig!“

Offenbar verfangen sich viele Menschen in der vom Verstand geprägten Gedankenwelt. Sie erscheinen getrieben von Vorstellungen und Vorbehalten, Erfahrungen und Begierden sowie festgelegten Routinen. Diese Abhängigkeit vom eigenen Körper bleibt meist unbewusst, aber sie führt dazu, dass ein an sich freier Wille zu einem abhängigen, also gebundenen Willen wird. Und wenn Psychologen beobachten, wie sehr Menschen durch ihre Erlebnisse und Gedankenwelten gesteuert sind, so sollte es nicht verwundern, wenn sie deshalb die Existenz eines freien Willens in Zweifel ziehen.

Doch dieses im Grunde traurige Sich-Ergeben in das eigene Verstandeswollen, das dem Schweineschnitzel, dem Nikotinkonsum oder dem Geplänkel mit dem Nachbarn Vorrang gegenüber dem Sinnvollen gewährt, müsste nicht sein. Der gebundene Wille kann – wenn auch vielleicht nur mit Mühe und durch gesunde Selbstreflexion – wieder befreit werden.

Freier Wille und Verantwortung

Der freier Wille bietet dem Menschen die großartige Möglichkeit, das eigene „Lebensschiff“ in die gewünschte Richtung zu steuern. Doch diese Fähigkeit des Entschlusses hat aus meiner Sicht auch eine Kehrseite, nämlich die Verantwortung. Das bedeutet: Wir sind frei in der Wahl, doch die Folgen dessen, wozu wir uns entschließen, haben wir zu tragen. Mit jedem Entschluss prägen wir Menschen ein Stück Wirklichkeit, und im Gesetz der Wechselwirkung antwortet das Leben auf das, was wir wollen, denken, tun.

„Verantworten“ bedeutet demnach: die Antwort des Lebens erfahren, mit ihr umgehen, sie verwerten, durchleben müssen. Der Begriff „Verantwortung“ ist also alles andere als jene hohle Worthülse, zu der er heute – etwa in politischen Sonntagsreden – oft degradiert wird.

Richard Steinpach beschreibt in seinem Buch „Weshalb Gott das alles zulässt“ den Zusammenhang zwischen unserem freien Willen und den Folgen, an die wir jeweils gebunden sind, mit dem wahrscheinlich einfachsten aller möglichen Gleichnisse: „Nehmen wir an, Sie kommen aus dem Haus und gehen nach links. Sie haben damit die Möglichkeit, die Richtung Ihres Weges zu bestimmen, genützt. Fällt Ihnen dann ein, dass Sie besser hätten nach rechts gehen sollen, so hindert Sie nichts, diese neue Entscheidung zu treffen. Das enthebt Sie aber nicht von der Notwendigkeit, die schon nach links gegangene Strecke zurückzugehen. Willensfreiheit und Gebundenheit bestehen also, wie Sie sehen, nebeneinander.“

Daraus könnte man – ganz im Sinne traditioneller religiöser Vorstellungen – folgern, dass jemand, der einem Mitmenschen Schaden zugefügt hat, das irgendwann einmal „sühnen“ muss. Es gehört zu seinem persönlichen Schicksal, das zu bestimmter Zeit einen Ausgleich erzwingt, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Demnach schreitet sozusagen jeder Mensch über seinen ureigenen Schicksalsteppich, oft in der Meinung, den Zwängen des Lebens hilflos ausgeliefert zu sein, hat die Fäden zu diesem Teppich aber selbst geknüpft hat und muss die Folge seiner Entschlüsse als „handfeste Wirklichkeit“ verantworten.

Aber selbst im Zwang des Erleidens und Ertragens bleibt der freie Wille verfügbar. Niemand muss sich nur als hilflose Marionette im Netz der Schicksalsfäden fühlen. Der Entschluss, im Sinn der Nächstenliebe und des Guten zu entscheiden, bleibt möglich. Und was „gut“ ist, das sollte eigentlich jeder Mensch bis in seine Fingerspitzen spüren: Es ist immer das, was aufbauend und fördernd wirkt und von liebender Wertschätzung getragen ist.

Wie frei wir wirklich sind?
Wir sind wirklich frei!